Was ist Funnel?
Der Weg vom ersten Kontakt bis zum Kunden – z. B. Anzeige → Landingpage → Erstgespräch → Angebot → Abschluss. Jede Stufe lässt sich messen und optimieren.
Funnel im Detail
Ein Funnel bildet ab, wie aus einer großen Zahl an Kontakten nach und nach eine kleinere Zahl an Kunden wird. Der Name kommt vom Trichter: oben breit, unten schmal – weil auf jeder Stufe ein Teil der Interessenten abspringt. Wer eine Anzeige sieht, klickt nicht zwangsläufig darauf. Wer klickt, füllt nicht zwangsläufig ein Formular aus. Und wer ein Erstgespräch vereinbart, kauft nicht automatisch. Diese Verluste sind normal und gehören zum Modell dazu – die Frage ist nicht, ob sie auftreten, sondern wie groß sie auf welcher Stufe ausfallen.
Entscheidend ist, dass jede Stufe des Funnels für sich messbar gemacht wird, statt nur auf das Endergebnis zu schauen. Wenn am Ende zu wenig Abschlüsse herauskommen, sagt das allein noch nicht, woran es liegt: zu wenig Reichweite, eine Landingpage, die nicht überzeugt, ein Erstgespräch, das schlecht vorbereitet ist, oder ein Angebot, das an der falschen Stelle kommt. Erst der Blick auf die einzelnen Übergänge zeigt, wo Interessenten tatsächlich abspringen, und nur dort lohnt sich Optimierung. Ein verbreitetes Missverständnis ist deshalb, den Funnel als starren, immer gleich ablaufenden Weg zu verstehen. In der Realität bewegen sich Interessenten vor und zurück, informieren sich mehrfach, vergleichen Angebote und kehren erst später zurück – der Funnel beschreibt eine Tendenz, keinen exakten Pfad für jeden Einzelnen.
Ein zweites Missverständnis betrifft die oberste Stufe: Mehr Sichtbarkeit oder mehr Klicks gleichen selten aus, was in der Mitte des Funnels verloren geht. Springen zum Beispiel die meisten Interessierten schon auf der Landingpage ab, hilft eine teurere Anzeigenkampagne wenig – das Geld verpufft an derselben Stelle wie zuvor, nur mit größerem Volumen. Ein Funnel lohnt sich deshalb erst, wenn er als Ganzes betrachtet wird: von der ersten Anzeige bis zum unterschriebenen Vertrag.
Was heißt das für Ihr Unternehmen?
Für ein kleines oder mittleres Unternehmen liegt der Nutzen eines Funnels vor allem darin, Marketingausgaben nicht mehr pauschal zu bewerten, sondern nach Wirkungsstufe zu trennen. Statt pauschal zu fragen, ob Werbung etwas bringt, lässt sich prüfen: Wie viele sehen die Anzeige, wie viele klicken, wie viele hinterlassen eine Anfrage, wie viele werden Kunde. Damit wird sichtbar, an welcher einzelnen Stelle nachgebessert werden muss, statt das gesamte Budget infrage zu stellen oder blind zu erhöhen.
Ein Handwerksbetrieb, der über Google Ads Anfragen für Badsanierungen gewinnt, kann so feststellen, dass viele Nutzer die Anzeige anklicken, aber kaum jemand das Kontaktformular auf der Landingpage ausfüllt. Der Engpass liegt dann nicht bei der Anzeige, sondern bei der Seite dahinter – etwa weil unklar bleibt, was eine Anfrage kostet, oder weil das Formular zu viele Angaben verlangt. Wird an dieser einen Stufe etwas geändert, wirkt sich das auf den gesamten Funnel aus, ohne dass mehr Geld in Anzeigen fließen muss.
Passende Leistung
Sales & Business Development
Vertriebsstrategie, Prozesse, Datenanalyse & operative 1:1 Begleitung – für planbare Neukundengewinnung.
Verwandte Begriffe
Funnel für Ihr Wachstum nutzen.
Im kostenlosen Erstgespräch zeigen wir Ihnen, was davon für Ihr Unternehmen wirklich relevant ist – ehrlich und ohne Fachjargon.
5,0 bei Google· Bewertungen lesen