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Marketing-Glossar

Was ist Landingpage?

Eine Seite mit genau einem Ziel (z. B. Anfrage für eine Leistung). Sie greift die Suchintention exakt auf – deshalb konvertiert sie deutlich besser als eine Startseite.

Landingpage im Detail

Eine Landingpage entsteht durch bewusste Reduktion: Alles, was von der einen Handlung ablenken könnte, wird entfernt oder in den Hintergrund gerückt. Anders als eine normale Unterseite verzichtet sie meist auf das komplette Hauptmenü, auf Links zu anderen Bereichen der Website und auf Themenwechsel. Wer auf die Seite kommt, soll nicht stöbern, sondern eine einzige Entscheidung treffen – anfragen, herunterladen, buchen. Diese Engführung ist kein Stilmittel, sondern der eigentliche Zweck: Jede zusätzliche Option erhöht den gedanklichen Aufwand für den Besucher und senkt damit die Wahrscheinlichkeit, dass die gewünschte Handlung überhaupt stattfindet.

Entscheidend ist dabei die Übereinstimmung zwischen dem, was jemand vorher gesucht oder angeklickt hat, und dem, was die Landingpage zeigt. Kommt jemand über eine Anzeige für „Dachrinnenreinigung Hannover", muss die Überschrift der Landingpage genau das aufgreifen – nicht „Willkommen bei der Firma", sondern die Leistung selbst, möglichst im gleichen Wortlaut. Dieser Abgleich entscheidet in den ersten Sekunden, ob jemand bleibt oder zurückgeht. Zweiter Faktor ist die Eindeutigkeit der Handlungsaufforderung: Eine Landingpage mit drei gleichwertigen Buttons – anrufen, Formular, Newsletter – verwässert ihre Wirkung, weil sie den Besucher erneut vor eine Entscheidung stellt, die durch die Anzeige eigentlich schon gefallen war.

Ein verbreitetes Missverständnis ist, jede Unterseite mit einem Kontaktformular sei automatisch eine Landingpage. Tatsächlich bleibt eine Seite, die weiterhin das volle Menü, einen Footer mit vielen Links und Verweise auf andere Leistungen zeigt, strukturell eine gewöhnliche Inhaltsseite – auch wenn sie ein Formular enthält. Ebenso verbreitet ist die Annahme, die Startseite könne als Landingpage für Werbeanzeigen dienen. Die Startseite muss zwangsläufig mehrere Zielgruppen und Themen gleichzeitig bedienen und verfehlt damit genau die Zuspitzung, die eine Landingpage ausmacht.

Was heißt das für Ihr Unternehmen?

Für ein kleines oder mittelständisches Unternehmen liegt der Nutzen einer eigenen Landingpage darin, dass Werbebudget nicht durch Streuverluste versickert. Verlinkt eine Anzeige für eine bestimmte Leistung auf die allgemeine Startseite, muss der Interessent selbst navigieren, das passende Angebot finden und sich orientieren – bei jedem dieser Zwischenschritte bricht ein Teil der Besucher ab, ohne dass klar wird, warum. Eine eigene Landingpage pro Leistung oder Kampagne verkürzt diesen Weg auf einen Klick und macht zugleich nachvollziehbar, welche Anzeige oder welches Keyword tatsächlich zu einer Anfrage führt – und nicht nur zu einem Seitenaufruf.

Ein Handwerksbetrieb etwa schaltet eine Anzeige für Badsanierung und verlinkt sie nicht auf die Startseite, sondern auf eine Landingpage, die ausschließlich dieses Thema zeigt – mit passenden Referenzfotos, den üblichen Ablaufschritten und einem einzigen Formular für die Vor-Ort-Besichtigung. Fragen zu Fliesenverlegung oder Heizungsbau tauchen dort bewusst nicht auf, obwohl der Betrieb sie ebenfalls anbietet. Diese thematische Beschränkung wirkt auf den ersten Blick unvollständig, sorgt aber dafür, dass jemand, der gezielt nach Badsanierung sucht, sich nicht erst durch fremde Angebote klicken muss, um zur Anfrage zu gelangen.

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